Hitzefalle Auto – immer einen kühlen Kopf bewahren

Sommer ist schön, besonders wenn die Sonne scheint. Allerdings gibt es da eine unangenehme Grenze. Temperaturen über 30 Grad bedeuten nicht nur für uns Menschen Stress. Auch Reifen, Batterie, Kühlsystem sowie Materialien im Innenraum werden durch grosse Hitze stärker beansprucht und altern auf Dauer schneller. Steht dein Auto in der Sonne, kann sich der Innenraum innert kurzer Zeit auf über 50 Grad aufheizen. Lenkrad, Armaturenbrett und Sitze werden noch deutlich heisser, da dunkle Oberflächen besonders viel Sonnenenergie aufnehmen.

Drei heisse Tipps:

  1. Ist der letzte Schattenplatz belegt, beim Parkieren einen Sonnenschutz hinter der Frontscheibe platzieren oder ein helles Handtuch auf das Armaturenbrett legen.
     
  2. Vor dem Losfahren den Fächertrick anwenden: Beifahrertür offen lassen und die Fahrertür mehrmals schwungvoll öffnen und schliessen, um die heisse Luft aus dem Auto zu pumpen.
     
  3. Achtung beim Klimatisieren: Eine vorgeschädigte Frontscheibe nie abrupt herunterkühlen. Durch den starken Temperaturunterschied können sich bestehende Risse ausweiten.

 

Hitze macht nicht nur dem Innenraum zu schaffen. Auch Reifen, Batterie, Kühlsystem und Klimaanlage müssen mehr leisten als sonst. Bei den Reifen kommt zusätzlich der aufgeheizte Asphalt ins Spiel – besonders dann, wenn der Luftdruck nicht stimmt oder bereits Schäden vorhanden sind.

Das kannst du selbst prüfen:

  • Reifendruck und Zustand der Reifen

  • Kühlmittelstand bei kaltem Motor

  • Kühlleistung sowie ungewöhnliche Geräusche oder muffige Gerüche der Klimaanlage 

Das prüft dein  JUST DRIVE GARAGIST  gerne für dich:

  • Zustand und Leistung der Batterie

  • Klimaanlage und Innenraumfilter

  • Steinschläge, feine Risse und beschädigte Reifen

JUST DRIVE TIPP

Dass Kinder und Tiere niemals im parkierten Auto zurückgelassen werden dürfen, versteht sich von selbst. Doch auch Smartphones, Powerbanks, Spraydosen und andere hitzeempfindliche Gegenstände gehören nicht in die pralle Sonne. Akkus können beschädigt werden und im schlimmsten Fall überhitzen oder sich entzünden. Unter Druck stehende Behälter können ebenfalls zur explosiven Gefahr werden. Auch Medikamente solltest du nicht längere Zeit im heissen Auto liegen lassen.

Wasser marsch – wann Regen zur Gefahr wird

Ein kräftiger Regenguss kann die Strasse innerhalb weniger Minuten verändern. Die Sicht wird schlechter, der Bremsweg länger und zwischen Reifen und Fahrbahn kann sich ein Wasserfilm bilden.

Bei Starkregen:

  • Tempo reduzieren

  • Abstand vergrössern

  • Abblendlicht einschalten

  • abrupte Lenk- und Bremsmanöver vermeiden

  • Spurrillen und grössere Wasseransammlungen meiden

  • bei Aquaplaning ruhig bleiben und vom Gas gehen

Besonders tückisch sind Senken und Unterführungen. Wie tief das Wasser dort tatsächlich ist, lässt sich vom Fahrzeug aus kaum beurteilen. Schon eine scheinbar harmlose Wasserfläche kann ein Auto zum Stillstand bringen oder es sogar aufschwimmen lassen.

JUST DRIVE TIPP

Steht ein Elektroauto im Wasser, ist der Akku nicht automatisch hinüber. Hochvoltbatterie und elektrische Kontakte sind grundsätzlich wasserdicht ausgeführt und gegen zeitweilige Wassereinwirkung geschützt. Nach einer Überflutung gilt trotzdem: Das Fahrzeug weder starten noch laden. Ob Wasser eingedrungen ist oder Bauteile beschädigt wurden, müssen Fachleute prüfen. Wende dich in einem solchen Fall direkt an deine  JUST DRIVE GARAGE.

Gewitter, Blitz und Hagel – aus heiterem Himmel

Ein geschlossenes Auto bietet bei einem Blitzschlag grundsätzlich guten Schutz, da das Fahrzeug wie ein Faradayscher Käfig wirkt. Das gilt übrigens auch für ein Cabriolet mit vollständig geschlossenem Verdeck. Gefährlicher sind oft die Begleiterscheinungen: Starkregen, Hagel, heftige Böen, schlechte Sicht und Äste auf der Fahrbahn.

Kündigt sich ein Gewitter an:

  • Wetterwarnungen beachten

  • wenn möglich die Fahrt verschieben

  • bei Hagel eine Garage oder ein Parkhaus aufsuchen

  • ausreichend Abstand zu Bäumen und Baustellen halten

  • die Geschwindigkeit frühzeitig reduzieren

  • bei Hagel einen sicheren Platz suchen

JUST DRIVE TIPP

Aktiviere in deiner Wetter-App die regionalen Warnungen. So siehst du frühzeitig, ob Starkregen, Hagel oder heftige Böen aufziehen – und kannst Route oder Abfahrtszeit noch anpassen.

Sturm und starke Böen – so bleibst du auf Kurs

Schon einzelne Böen können ein Fahrzeug seitlich versetzen. Besonders aufmerksam solltest du auf Brücken, in Waldschneisen und beim Überholen von Lastwagen sein.

Bei starkem Wind:

  • Geschwindigkeit reduzieren

  • Lenkrad mit beiden Händen halten

  • ausreichend Abstand lassen

  • mit plötzlichem Seitenwind rechnen

  • nicht unter Bäumen parkieren

  • Abstand zu Baugerüsten und losen Gegenständen halten

Dachboxen, Dachzelte und Veloträger vergrössern die Angriffsfläche. Sie können das Fahrverhalten bei Seitenwind deutlich verändern, besonders bei höheren Geschwindigkeiten.

JUST DRIVE TIPP

Dachboxen und Veloträger werden nach der Nutzung am besten wieder abmontiert. Das reduziert nicht nur die Angriffsfläche bei Sturm, sondern auch den Luftwiderstand und damit den Verbrauch.

Und wenn die Temperaturen wieder sinken? Dann warten mit Eis, Schnee und Kälte bereits die nächsten Herausforderungen auf Fahrzeug und Lenker.

Fazit

Das Wetter können wir nicht ändern. Unsere Vorbereitung schon. Ob Hitze, Starkregen, Hagel oder Sturm: Wetterextreme fordern dein Auto und dich am Steuer. Mit etwas Vorbereitung, einem wachsamen Blick auf Wetter-Apps und Warnmeldungen sowie einer angepassten Fahrweise kommst du deutlich sicherer durch schwierige Wetterlagen.